Leap: In San Francisco fährt der Bus der Zukunft

Bus der ZukunftFoto: Leap

San Francisco ist eine geile Stadt. Das ist allgemein bekannt. Nun wird die Nutzung des Busses zum Wohlfühlerlebnis. Jedenfalls in San Francisco, denn dort lässt Leap den Bus der Zukunft fahren.

Eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist in der Regel kein Wohlfühlerlebnis. Die verschiedensten Menschen mit den unterschiedlichsten Befindlichkeiten, Gerüchen und sonstigen teils komischen Gewohnheiten prallen hier mit voller Wucht aufeinander. So liest der eine seine Zeitung in den Öffentlichen, als ob er am heimischen Küchentisch sitzen würde und die andere schminkt sich fürs Büro, als ob sie in ihrem Badezimmer wäre. Manche nutzen die Fahrt mit dem Bus um Nahrung zu sich zu nehmen. Von Schrippenkrümeln abgesehen, vermischen sich oft Dönergeruch mit dem Geruch von Chinaboxen und Pizzen. Eigentlich möchte man eine Fahrt mit dem Bus meiden.

Die Nutzung des Busses schont zwar die Umwelt und entlastet die oftmals überlasteten Straßen. Die Ausstattung der Busse ist jedoch mehr funktional als wirklich gemütlich. Oft bleibt nur die Wahl zwischen ungemütlichen Sitzen ohne Beinfreiheit und Stehplätzen mit Haltegriffen.

Busfahren kann aber auch geil sein

Das jedenfalls ist das Versprechen von Leap, einem unter anderem von der VC-Firma Andreessen Horowitz finanziertes Startup. Kyle Kirchhoff hat es gegründet, er will damit nicht weniger als den öffentlichen Nahverkehr in der heimlichen Hauptstadt des Silicon Valleys auf den Kopf stellen.

Wir schaffen eine komplett neuartige Erfahrung innerhalb des Busses

kündigt Mitgründer Kyle Kirchhoff an. Die Innenausstattung sei eine Mischung aus Café, Arbeitsplatz und Wohnzimmer. Die von dem Unternehmen veröffentlichten Bilder sehen in der Tat deutlich gemütlicher aus, als die klassische Einrichtung der Busse des öffentlichen Nahverkehrs. Auch die zusätzliche Ausstattung kann sich sehen lassen. So verfügen die Busse über Wlan, USB-Anschlüsse und spezielle Plätze für die Arbeit mit einem Laptop.

Bus der Zukunft im Video


Video: Leap

Der Leap-Bus ist täglich nur zwischen 07:00 und 10 Uhr, sowie zwischen 17:00 und 20:00 Uhr unterwegs. Während dieser Zeit sollen die Haltestellen im zehn bis fünfzehn Minutentakt angefahren werden. Per App können die Passagiere dabei stets verfolgen, wo sich die insgesamt drei zeitgleich eingesetzten Busse gerade befinden und wann diese die gewünschte Haltestelle voraussichtlich erreichen.

Ledersitze und Saftbar

Bus der Zukunft

Foto: Leap

Jeder Bus verfügt über 27 gepolsterte Sitzplätze mit hochwertigen Lederbezügen. Die Anordnung folgt einer klaren Struktur: vorne links eine Zweierreihe in Sesselform, in der Mitte am Fenster eine Barhocker-ähnliche Anordnung mit Arbeitsfläche inklusive USB-Buchsen und schließlich, im hinteren Teil, mehrere Sitzbänke. Leap bietet zusätzlich einen integrierten Catering-Service. Im Sortiment findet sich eine nicht erschöpfende Auswahl an lokalen Snacks und Getränken, darunter etwa verschiedene Joghurts und Fruchtsäfte. Bestellt werden die natürlich per App.

Durch die enge Verzahnung mit dem Smartphone kann in Echtzeit mitverfolgt werden, wo das nächste Fahrzeug gerade ist, wie lange es noch bis zum Haltepunkt braucht und: wie viele Sitzplätze überhaupt noch frei sind. Als Ticket fungiert ein simpler QR-Code auf dem Smartphone, der über die für iOS und Android erhältliche App erworben und mit dem entsprechenden iPad-Scanner im Fahrzeug abgeglichen werden kann.

So soll sie also aussehen, die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs. Was meint ihr? Wäre das ein Zukunftsmodell für unsere Hauptstadt?

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