Sind wir alle verrückt? Wir sind!

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Es gelingt uns nur meistens, unsere „Ticks“ ganz gut zu verstecken.

Meine „Ticks“

Jeder von uns hat doch seine „Ticks“ und ich finde das auch ganz charmat. Meine sind zum Beispiel:

  • Manchmal frage ich mich bei giftigen Dingen, wer die mal zuerst gegessen hat, um rauszubekommen, dass sie giftig sind. Das sind für mich die Helden der Menschheit und sie haben uns einen großen Dienst erwiesen.
  • Ich nehme beim Einkaufen nie das, was ganz vorne im Regal steht, sondern immer das aus der zweiten oder dritten Reihe. Ich mag nichts kaufen, was andere schon angegrabscht haben
  • Ich habe ein bestimmtes System beim Wäscheaufhängen. Socken kommen immer paarweise auf den Ständer. Unterhosen auf die andere Seite des Wäscheständers. Ich würde niemals auf die Idee kommen, Socken und Schlüpper auf einem Wäscheständer miteinander zu mischen. Für ein T-Shirt oder Pulli brauche ich immer mehrere Streben, damit sie keinen Knick bekommen.
  • In der Küche passe ich immer auf, dass ich kein Salz verstreue, weil das bekanntlich Unglück bringt. Das ist beim Nachfüllen immer extrem schwierig und erfordert meine ganze Aufmerksamkeit.
  • Schuhe stellt man nicht auf einen Tisch – das bringt ebenso Unglück. Ich werde immer ganz nervös, wenn ich neue Schuhe kaufe und ich diese zum Bezahlen auf den Tresen stellen muss.
  • Wenn ich neue Schuhe kaufe, muss ich immer erstmal die Schnürsenkel neu einziehen. Mit den maschinell geschnürten Schuhen komme ich nicht klar und kann sie so nicht anprobieren.
  • Ich mag bestimmte Buchstaben und Zahlen in Autokennzeichen nicht. Das sieht oftmals so unrhythmisch aus.
  • Ich mag mein Nutellabrot mit Butter … ausschließlich mit Butter … ohne geht gar nicht. Und da wird auch nicht diskutiert. Basta!
  • Ich kann nicht links neben jemanden laufen. Das funktioniert nicht. Keine Ahnung warum.
  • Manchmal kontrolliere ich, ob ich die Wohnungstür abgeschlossen habe, in dem ich sie wieder aufschließe, die Tür öffne, um sie danach wieder abzuschließen. Ich fühle mich dann einfach besser.

Als „verrückt bei klarem Verstand“ werden diese Spleens bezeichnet. In einer Studie habe ich mal gelesen, dass nur zwei Prozent der Bevölkerung unter einer Zwangsstörung leiden. Da bin ich aber froh, dass ich mit meinen Spleens nicht dazu gehöre. Außerdem können so ein paar kleine „Macken“ ganz nett sein und schließlich machen sie unsere Individualität aus.

Wie spleenig bist Du? Welche Spleens hast Du oder kennst Du von Freunden, Kollegen, Nachbarn? Gehen Dir Deine Spleens manchmal auf den Geist – warum?

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