PEGIDA-Gegendemonstration mit Steuermitteln finanziert?

Foto: Epoch Times

Blaumond24 suchte PromoterInnen für Gegendemo in Dresden

promoter-pegidaFür eine „Demoveranstaltung gegen PEGIDA“ am 08. Dezember 2014 suchte die „Agentur für Promotion, Hostessen und EventbetreuungBlauMond PromoterInnen.

In der Anzeige stand: „Promoter (m/w) für „So geht Sächsisch“ gesucht!“ Die PromoterInnen sollten Luftballons mit dem ökologisch bedenklichen Heliumgas befüllen und daraufhin zu verschiedenen Stationen in der Stadt gebracht werden, um ab 17 Uhr die Luftballons zu verteilen und somit an der Gegendemo anwesend zu sein. Für die Tätigkeit wurden 10 EUR/Stunde auf Gewerbeschein gezahlt.

Wurde die PEGIDA-Gegendemonstration mit Steuermitteln finanziert?

„So geht Sächsich“ ist eine Kampagne des Landes Sachsen, für deren Internetauftritt sich die Sächsische Staatskanzlei des Freistaates Sachsen verantwortlich zeichnet. Es kann daher davon ausgegangen werden, daß die professionelle Event-Betreuung der Gegendemo mitsamt Komparsen aus Steuermitteln finanziert wurde.

Eine aus Steuergeldern finanzierte, öffentliche Kampagne

Dass Politiker regelmäßig viele Steuermillionen für PR-Zwecke verwenden, ist nicht neu. Die Zweckentfremdung der Mittel gegen unliebsame Bürgerproteste hingegen dürfte nicht auf Gegenliebe bei den Menschen stoßen. Allerdings ist vom gleichgeschalteten Mainstream in dieser Angelegenheit kein Aufschrei zu erwarten.

Die Webseite von Blaumond24 wurde kurze Zeit nach der Anzeige wegen „Wartungsarbeiten“ vom Netz genommen. Auf der Referenzliste der Webseite von BlauMond findet sich neben dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus ebenso das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt.

Bei Facebook schrieb ein Nutzer in einem Kommentar zu der verbreiteten Anzeige:
FB Kommentar Pegida Promoter

Weiterhin ist in verschiedenen Internetforen von einem anderen Nutzer zu lesen, dass Blaumond telefonisch bestätigte, dass sie diesen Auftrag erhalten hatte und ausführte.

Was ist an dem Sachverhalt dran?

Ich habe mich nun selbst mit Blaumond in Verbindung gesetzt, die in der Anzeige für Rückfragen benannte Frau Berenike Heinrich angeschrieben und mit dem Sachverhalt konfrontiert. Auf meine E-Mail erhielt ich keine Antwort. Daraufhin habe ich Blaumond unter ihrer offiziellen E-Mail info@blaumond24.de erneut angeschrieben und nachgefragt, ob die Anzeige der Wahrheit entspreche. Innerhalb weniger Minuten bekam ich eine Antwort. In der Antwort hieß es kurz und knapp „Natürlich entspricht dies nicht der Wahrheit.“

Da mir das als Statement nicht ausreichte, schrieb ich Blaumond erneut an und fragte nach, ob die abgebildete Anzeige fingiert sei und nicht aus ihrem Hause stammt. Blaumond antworte heute: „Wir haben Ihre Frage beantwortet und dem gibt es nichts hinzuzufügen. Bitte unterlassen Sie weitere Emailanfragen. Beste Grüße.“

Wer aus dem Haus Blaumond für die Antworten verantwortlich zeichnet, kann ich den E-Mail-Signaturen nicht entnehmen, da keine Namen angegeben wurden.

Das sich Blaumond nach über einem Monat zu dem Sachverhalt nicht positioniert, finde ich bedenklich. Ich habe ihnen heute mit einer abschließenden Mail mitgeteilt, dass sie sich mit ihrer letzten Antwort und ihrem fehlenden Statement selbst disqualifiziert haben. Nun bin ich gespannt, ob und wie sich die sächsische Landesregierung zu diesem Sachverhalt positioniert. Meines Erachtens wäre es Aufgabe kritischer Medien zwischen Steuergeld veruntreuenden Amtsträgern und der beauftragten Eventagentur nachzuspüren und darüber zu berichten. In den einschlägigen Medien konnte ich nicht einen einzigen Beitrag zu diesem Thema finden.

Für Deine Freunde interessant? Dann teile doch den Beitrag

Was denkst Du? Dein Kommentar wäre toll!