Mit dem Islam stimmt etwas nicht

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„Die Terroranschläge haben nichts mit dem Islam zu tun“

Diesen Satz hat man in den letzten Tagen immer wieder gehört. Für wie dumm hält uns jemand, der so einen Satz sagt?

Ich weiß, warum solche Sätze jetzt gesagt werden. Weil man all die Millionen friedfertigen Muslime in Deutschland und anderswo nicht verantwortlich machen darf für die barbarischen Akte einzelner Attentäter. Und weil man Fremdenfeindlichkeit und Hass vorbeugen möchte. Das ist ein richtiges Anliegen. Aber dann muss man es auch präzise sagen.

Deshalb nein: Ich kann und will diese Beschwichtigungen nicht mehr hören. Seit anderthalb Jahrzehnten zieht sich eine Blutspur um die Welt. Im Namen keiner einzigen anderen Religion ist seit den Anschlägen auf das World Trade Center derart bestialisch gemordet worden. Nur im Namen des Islam werden diese barbarischen Taten begangen.

Nein, ich habe nicht Islamwissenschaften studiert. Das muss ich aber auch nicht. Diese Blutspur um die Welt reicht als Beleg: Mit dieser Religion stimmt in ihrem aktuellen Zustand etwas nicht. Sie verleitet ganz offenbar mehr als jede andere derzeit real existierende Religion dazu, im Namen eines Gottes zu morden.

Und ich will jetzt auch nichts vom Mittelalter hören, den Kreuzzügen oder Nordirland: Das eine ist ein halbes Jahrtausend her, und das andere in seiner Dimension unvergleichlich mit dem globalen islamistischen Terror. Aber um dennoch darauf einzugehen. Genauso, wie die Verbrechen der Kreuzfahrer, die spanische Inquisition, die Grausamkeiten der Täufer in Münster, die Menschenvernichtung der Konquistadoren in Südamerika, die Pogrome im russischen Zarenreich und all die vielen anderen Untaten aus dem Pitaval des Abendlandes durchaus etwas mit dem Christentum zu tun hatten – indem sie dessen hässlichstes, grausamstes, dümmstes Gesicht zeigten –, so haben selbstverständlich auch Verbrechen wie jenes von Paris etwas mit dem Islam zu tun.

Die grauenhaften sadistischen Massaker des so genannten Islamischen Staates in Syrien und im Irak, der Terroranschlag auf Busse und die U-Bahn in London: Das alles hat man im Kopf, dazu die Attentäter, die „Allah ist groß!“ rufen, wenn Sie den Finger am Abzug haben. Und gleichzeitig echot der Satz im Kopf: „Terroranschläge haben nichts mit dem Islam zu tun.“ Man fasst es nicht. Man fasst es einfach nicht.

Meinungsverschiedenheiten werden in einer aufgeklärten humanistischen Gesellschaft, die christlich geprägt ist, anders ausgetragen. Und nicht mit dem Sprenggurt und der Kalaschnikow. Darüber bin ich sehr froh.
Und darauf, ja: bin ich stolz.

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2 Kommentare zu Mit dem Islam stimmt etwas nicht

  1. Wie gesagt, Sie haben nicht „Islamwissenschaften“ studiert. Wenn Sie aber mal so „freundlich“ wären und sich mit unserer Religion beschäftigen würden, dann wüssten Sie auch, dass auf der ersten Seite nicht steht: ,,Schießt die Religionslosen ab. Führt Anschläge auf das World Trade Center und nicht zu vergessen auch in Paris. Amen.“ Deswegen nur mal so zur Info: Das ist nicht der Islam. Aus diesem Grund würde ich Sie bitten, die wahren Gläubigen, die friedlich nach dem Kuran leben und die falschen, die Selbstjustiz betreiben und sich als „Moslem“ ausgeben, zu unterscheiden. Ich bin mir sicher, dass sie als erwachsener Mann diesen Unterschied begreifen werden, wenn nicht, dann finden Sie schon eine Gelegenheit, mal den Kuran auszuleihen. Achh jaa…Sie sind ein Christ oder, ein stolzer Christ? Könnten Sie dann mal wieder zur Bibel greifen und lesen, ob da etwas vom Töten steht? Sicherlich nicht. Und wie viele sind der Regel nicht gefolgt?
    Ich schäme mich einfach, wenn einer von dem Islam erzählt, obwohl er keine Ahnung hat.
    Vor allem aber schäme ich mich, wenn sich ein Erwachsener wie ein Kleinkind auf eine Gruppe zeigt.
    Möge Jesus Ihren Hass lindern.

    • Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wie gesagt, ich habe „Islamwissenschaften“ nicht studiert. Zwischen studieren und lesen liegt ein gewaltiger Unterschied. Ich bin kein stolzer Christ, sondern Atheist bzw. Humanist und ich habe dennoch sowohl in der Bibel als auch im Koran gelesen – wie gesagt gelesen, nicht studiert. Im Koran wird in Sure 2, Vers 191, Sure 4, Vers 89 zum „Todschlagen“ der sogenannten Ungläubigen aufgerufen. Sure 4, Vers 89 verbietet sogar die Freundschaft mit Nichtmuslimen, solange diese nicht den Weg des Islam gehen bzw. sich Allah zugewandt haben. Ich glaube nicht, dass man das anders auslegen kann, selbst wenn man sich noch sehr anstrengen möge – das sind Glaubenssätze die ich selbst mit den positivsten meiner positiven Gedanken nicht anders auslegen kann. Vielleicht haben Sie das im Koran überlesen – dann sollten Sie mal wieder zum Koran greifen.
      Vielleicht haben Sie in meinem Beitrag auch überlesen, dass ich schrieb, dass die Greueltaten des Abendlandes durchaus etwas mit dem Christentum zu tun haben. Genauso haben die terroristischen Anschläge islamischer Fanatiker etwas mit dem Islam zu tun. Ich schäme mich nicht für Sie, das kann ich nicht. Ich finde es einfach nur traurig, dass Sie versuchen dies zu leugnen. Der Unterschied besteht für mich darin, dass sich die Auslegung der Bibel der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst hat. Das fehlt dem Islam mit dem Koran. Es wäre zu wünschen, dass der Islam diese Entwicklung irgendwann auch durchmacht. Das wird nicht in der Zeit eines Menschenlebens stattfinden, aber in einigen hundert Jahren sicherlich. Das Christentum hat dafür auch recht lange gebraucht.

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