Maren Gilzer – Die Selbstinszenierung eines C-Promis zur Flüchtlingshilfe

Nach der ‚Ice Bucket Challenge‘ erobert jetzt die ‚Welcome Challenge‘ das SocialWeb. Unter dem Hashtag  #WelcomeChallenge habe ich unter anderem soeben dieses Video von Maren Gilzer gesehen und ganz ehrlich – mir ist dabei der kalte Kaffee hochgekommen.

Frau Gilzer hat ihren Schrank

„ausgemistet für die Flüchtlinge, damit sie etwas haben.“

So weit, so gut. Doch dann geht die Tränendrüsen-Story los. Maren Gilzer weiß aus Gesprächen mit Verwandten, wie es ist, wenn man als Flüchtling nichts hat. Und jetzt kommts so richtig hart. Ihre Urgroßmutter und ihre Großeltern sind 1961 aus Ost-Berlin in den Westen geflüchtet.

Maren Gilzer vergleicht hier tatsächlich den Bau der Mauer und den Weggang von Menschen aus Ost-Berlin mit Flüchtlingen aus Kriegsgebieten heutzutage und das mit dem Wissen, dass Ost-Berlin 1961 kein Kriegsgebiet war.

Bei soviel Liebe zur Selbstdarstellung könnte ich anfang zu kotzen. Und ich gehe jede Wette ein, dass ihre Sachen, die sie jetzt den Flüchtlingen spendet, auf dem Müll gelandet wären, wenn wir derzeit nicht diese Flüchtlingswelle in Deutschland hätten. Ich glaube nicht, dass Frau Gilzer in der Vergangenheit ihre aussortierten Sachen Hilfsvereinen zur Verfügung gestellt hat.

 

Für ihr aktuelles Facebook-Posting gibt es von mir einen großen Daumen runter. Wie seht ihr das?

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2 Kommentare zu Maren Gilzer – Die Selbstinszenierung eines C-Promis zur Flüchtlingshilfe

  1. Ist es nicht wichtiger, dass sich Menschen -egal ob A-, B-, C-Promi oder „Normalo“- im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Flüchtlinge engagieren, anstatt deren/dessen Motive in Frage zu stellen? Sollte Frau Gilzer tatsächlich ihre nicht mehr benötigten Klamotten bisher in den Müll geworfen haben, hat sie jetzt offenbar eine sinnvollere Verwendung dafür gefunden – und dem Empfänger ist es allemal egal, wer die Kleidung vorher trug. Und was soll diese Klassifizierung von Flüchtlingen? Derjenige, der seinerzeit von Ost nach West flüchtete, stand auch zunächst vor dem Nichts -selbst wenn ihm keine Bombe auf den Kopf fiel. Hat derjenige, der vor einem Krieg flüchtet, mehr Hilfe verdient als ein vor den Horden des IS flüchtender Christ? Und dieser mehr als ein bedrängter Sinti vom Balkan? Sorry, in meiner Welt benötigen Menschen in Not Hilfe von Menschen, die dies leisten können – aus welchem Motiv heraus auch immer.

  2. Ich finde gut, was Maren macht. Sie ist ein toller und ehrlicher Mensch. Seid nicht so negativ. Immerhin gibt es Leute, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

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