Geldautomaten – Geld abheben wird teurer

GeldautomatGeldabheben wird bei Deutsche Bank & Co teurer.Foto: © hansenn, Foto-ID: 58011921, depositphoto.com

Schluss mit nett. Deutsche Bank, Postbank und Commerzbank erhöhen in den kommenden Wochen das Entgelt, wenn Kunden anderer Institute bei ihnen Geld abheben. Das ist zwar rechtens, aber kundenunfreundlich.

Ende letzter Woche gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie ab 1. September für das Geldabheben 3,95 Euro berechnet. Ebenso die (noch) zum Konzern gehörende Postbank. Die Commerzbank bittet erst ab 1. Oktober  mit 3,90 Euro zur Kasse.

Bisher nahmen die großen deutschen Kreditinstitute 1,95 Euro wenn Fremdkunden anderer Institute Geld an ihren Automaten abhoben. Für Kunden der Cash-Group, also dem Zusammenschluß von Deutscher Bank, Postbank, Commerzbank und HVB bleibt das Geldabheben weiterhin kostenfrei. Hebt also ein Kunde der Deutschen Bank an einem Geldautomaten der Commerzbank Geld ab, ist diese Transaktion gebührenfrei. Für Kunden der Sparkassen und Volksbanken wird jedoch das neue, höhere Entgelt fällig.

Fairerweise muss man sagen, dass die Institute der Cash-Group in den letzten fünf Jahren mit ihrem Entgelt von 1,95 Euro deutlich unter dem Niveau der Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken lag. Meist mussten die Kunden der Cash-Group an Geldautomaten dieser Institute vier bis fünf Euro, manchmal sogar bis zu 7,50 Euro für’s Geldabheben bezahlen.

Die Commerzbank begründet die Entgelterhöhung damit, dass sie die Bargeldversorgung am Geldautomaten nicht dauerhaft unter Marktpreis anbieten wolle und auch die Kosten für die Bargeldversorgung gestiegen seien. Zudem ärgern sich die Privatbanken darüber, dass sich die Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Jahr 2010 nicht auf den Höchstbetrag eingelassen hatten. Zumindest zeigen alle Institute die Höhe des Entgelts am Geldautomaten an.

Die seit fünf Jahren bestehende Vereinbarung wurde nun von Deutsche Bank & Co. gekündigt. Die bisherige Höchstgrenze von 1,95 Euro gilt vorerst weiterhin für alle Institute, die die Vereinbarung nicht gekündigt haben. So verlangt die Hypo-Vereinsbank weiterhin die 1,95 Euro, man beobachte die Entwicklung der Gebühren jedoch „sehr aufmerksam“. Die Direktbank ING-Diba hat  entschieden, an ihren eigenen Geldautomaten bei dem Entgelt von 1,95 Euro zu bleiben. Dieser Betrag sei kostendeckend.

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